Die Provisionshöhe beim Immobilienkauf bzw. Immobilienverkauf variiert von Bundesland zu Bundesland.
Auch die bisherige Verteilung der Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer ist sehr unterschiedlich:

Wie hoch die Maklerprovision sein darf, ist gesetzlich nicht genau festgelegt. Beim Immobilienverkauf gilt jedoch der Rahmen des Üblichen:
Meist wird ein fester prozentualer Anteil des tatsächlichen Kaufpreises vereinbart, der je nach Bundesland und Region zwischen drei und rund sieben Prozent liegt, zuzüglich Mehrwertsteuer.

An diesem vor Ort üblichen Prozentanteil sollte sich die Höhe der Maklerprovision auch orientieren.
So urteilte der Bundesgerichtshof, dass die Provision nicht rund elf Prozent des Kaufpreises betragen darf, wenn in der Region sieben Prozent gängig sind (BGH, Az.: I ZR 5/15).

Überblick:

Höhe der Maklercourtage und Aufteilung in den Bundesländern:
Die folgende Übersicht orientiert sich an den marktüblichen Regelungen in den verschiedenen Bundesländern und soll nur eine grobe Orientierung geben.
Je nach Region sind in den einzelnen Bundesländern auch Abweichungen möglich.

Bundesland Maklerprovision gesamt Anteil Verkäufer Anteil Käufer
Baden-Württemberg 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Bayern 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Berlin 7,14 % 0 % 7,14 %
Brandenburg 7,14 % 0 % 7,14 %
Bremen 5,95 % 0 % 5,95 %
Hamburg 6,25 % 0 % 6,25 %
Hessen 5,95 % 0 % 5,95 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,95 % 2,38 % 3,57 %
Niedersachsen*

7,14 % oder 4,76
bis 5,95 %

3,57 % oder 0 % 3,57 % oder
4,76 bis 5,95 %
Nordrhein-Westfalen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Rheinland-Pfalz 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Saarland 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen-Anhalt 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Schleswig-Holstein 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Thüringen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
(Stand: Dezember 2020)
*In Niedersachsen gibt je nach Region, zwei unterschiedliche Modelle zu Provisionshöhe und Verteilung.
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